Wenn „Familie“ und „Unternehmen“ aufeinandertreffen.
Eine besondere Case Study: Die Nachfolge-Regelung der Unternehmer-Familie Schaeff
Vor Kurzem durfte ich die alteingesessene Unternehmerfamilie bei einer sehr wichtigen Aufgabe begleiten. Dr. Alexander Schaeff, ist seit 1994 als visionärer Stratege im Familienunternehmen tätig.
Er hatte sich entschieden die Nachfolge – innerhalb der Unternehmerfamilie Schaeff – für seine Tochter Leonie Schaeff vorzubereiten. Somit folgt der Übergang bereits von der 11. auf die 12. Generation. Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass die Familie Schaeff bereits seit dem Ende des 16. Jahrhunderts unternehmerisch tätig ist.
Ich sage bewusst „vorzubereiten“ – denn er plant noch einige Jahre aktiv in der Geschäftsführung zu bleiben. Dennoch war er der festen Überzeugung, dass man solch einen Nachfolgeprozess langfristig planen muss!
Hier kommt meine Wenigkeit ins Spiel. Die Unternehmerfamilie Schaeff war auf der Suche nach einer unabhängigen sowie objektiven Unterstützung, um diesen Prozess zielgerichtet und professionell durchzuführen. Nach einem persönlichen Kennenlernen wurde ich ausgewählt als unabhängiger Moderator für die Gespräche zwischen Vater und Tochter zu agieren, was für mich Ehre und Verpflichtung zu gleich war.
Das Besondere an diesem Projekt: Alexander war offen für jegliche Veränderung und möchte das Unternehmen so aufstellen, dass sich seine Tochter damit identifizieren kann und es in ihrem Sinne weiterführen wird. Dies war für mich überraschend. Oft fällt es Unternehmern schwer, über Jahre und Jahrzehnte Aufgebautes aufzugeben. Noch schwerer fällt es, wenn dann auch noch Veränderungen vollzogen werden, mit denen man sich vielleicht nicht direkt identifizieren kann. So habe ich es in anderen Projekten immer wieder erlebt.
Hier war es wie gesagt anders! Wir setzten uns regelmäßig zusammen – Mal einzeln – Mal gemeinsam. Immer offen und transparent. Schön war, zu sehen, dass sich beide Parteien wirklich Zeit dafür und vor allem füreinander genommen haben. Kein von 0 auf 100. Im Gegenteil: Man hat sich Stück für Stück untereinander nochmals unter anderen Perspektiven kennengelernt, angenähert und auf dieser Basis die nächsten Schritte geplant.
Es war harte Arbeit! Solch eine große Aufgabe der Nachfolge ist nie „einfach“. Es braucht Geduld, Einfühlungs- & Durchhaltevermögen. Man tut gut daran, bei solch einer Art von Veränderungsarbeit, vorher ausreichend Zeit und Energie hineinzustecken, anstatt hinterher festzustellen, dass nichts geregelt ist. Das führt nur zu vielen Reibereien und damit zu Energieverlust, die anderweitig besser investiert gewesen wäre.
Was war die Methode bzw. der Output:
Es wurde ein konkreter und detaillierter Nachfolge-Plan und Exit-Plan zu Papier gebracht. Viele Eventualitäten und vor allem Bedürfnisse wurden durchdacht und durchgesprochen. Wir haben auch NICHT nur das Szenario der gelungenen Nachfolge beleuchtet, sondern uns auch intensiv mit dem Szenario des Scheiterns beschäftigt.
Hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall! Das Projekt ist bereits vor einigen Monaten abgeschlossen worden die ersten Schritte unseres gemeinsam entwickelten Plans sind bereits erfolgreich umgesetzt worden. Ich bin richtig glücklich über deren gemeinsame Lösung und freue mich darauf, zu sehen, was aus den getroffenen Entscheidungen noch so wächst.
Was waren meiner Meinung nach die Schlüssel zum Erfolg:
· Langfristige und frühzeitige Vorbereitung
· Gegenseitige Wertschätzung und hohes Vertrauen
· Offene und klare Kommunikation
· Bereitschaft auch über unangenehme Themen zu sprechen
Möchten Sie ebenfalls erleben, wie eine passgenaue Nachfolgeplanung gelingt, bei der Nachfolgerinnen und Nachfolger ganzheitlich eingebunden werden – und so nicht zu Gegenspielern, sondern zu Verbündeten werden?
Gerne stehe ich Ihnen zur Seite und begleite Sie kompetent und einfühlsam durch diesen sensiblen und zugleich bereichernden Prozess.